Tiergestützte Pädagogik mit Therapiebegleithund-Team Mimi und Nadine Naatz

Jeden Dienstag und Donnerstag ist die zehnjährige Labrador-Mischlings-Hündin gemeinsam mit der Sozialpädagogin Nadine Naatz im offenen Klassenzimmer der Nibelungen-Realschule:

Mimi Leben begann 2006 nicht gerade sehr vielversprechend. Irgendwo auf Sardinien war sie mit ihren Wurfgeschwistern ausgesetzt worden. Über eine Tierschutzorganisation kam sie nach Deutschland und von dort aus wurde ein „Zu Hause“ für die damals sehr scheue Mimi  gesucht. Sie hatte großes Glück und kam zu mir. Mit der Zeit wurde Mimi immer zutraulicher und wuchs mit mir zu einem echten Team zusammen. Nach zwei Jahren haben Mimi und ich begonnen die Ausbildung zum „Therapie-Begleithund-Team“ zu machen. 

Seit 2010 arbeiten Mimi und ich erfolgreich in verschiedenen Einrichtungen mit ganz unterschiedlichen Menschen. Mimi nimmt Einfluss auf die Wahrnehmung von Kindern und Jugendlichen, auf ihre motorische, emotionale und soziale Entwicklung. Selbst kognitive Fähigkeiten wie zum Beispiel die Entwicklung der Sprache, beeinflusst sie positiv. Allen Kindern, egal ob ängstlich, ungestüm oder introvertiert, zeigt Mimi eines: „Ich nehme dich an, wie du bist.“

Zu meiner Person: Mein Name ist Nadine Naatz, ich bin Diplom Sozialpädagogin und arbeite bei der Stadt Braunschweig für den Fachbereich Kinder, Jugend und Familie in der Abteilung Jugendförderung. Mein Haupteinsatzbereich ist das Kinder-und Jugendzentrum in Rühme. Hier bin ich in der offenen Kinder-und Jugendarbeit als stellvertretende Leitung tätig. Unter anderem leite ich eine Mädchengruppe. Mein persönlicher Schwerpunkt ist die tiergestützte Pädagogik. 

In der Nibelungen Realschule bin ich dienstags bis donnerstags im offenen Klassenzimmer anzutreffen. Mimi ist dienstags und donnerstags anwesend und unterstützt mich dort in meiner pädagogischen Arbeit. 

Die Arbeit mit  Mimi bietet die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche in unterschiedlichen Bereichen besonders zu fördern, wie beispielsweise:

  • Körper- und Sinneswahrnehmung 
  • Selbstwahrnehmung und -bewusstsein 
  • emotionale und soziale Kompetenzen
  • emotionales und soziales Verhalten
  • kognitive Kompetenzen und Lernverhalten
  • Verantwortungsbewusstsein, Strukturfähigkeit und Durchhaltevermögen

Tiere schaffen Erfahrungsräume, in denen Kinder- und Jugendliche die Möglichkeit haben selbständig zu lernen, Selbstvertrauen aufzubauen und Beziehungen anzubahnen und herzustellen.

  • Sie können mit Tieren auf unterschiedliche Art und Weise Kontakt aufnehmen
  • Tiere schaffen durch ihr authentisches Wesen eine Atmosphäre, in der Vertrauen  wachsen kann
  • Im Umgang mit Tieren werden Verantwortung und Verlässlichkeit ausgebildet
  • Tiere setzen klare Signale und somit direkte Grenzen
  • Tiere haben einen hohen Aufforderungscharakter
  • Tiere gehen mit Menschen vorurteilsfrei um
  • Tiere ermöglichen nonverbale Dialoge
  • Der Umgang mit Tieren fördert Respekt vor Lebewesen, Rücksichtnahme, Einfühlungsvermögen und Verantwortungsgefühl.

Schulhund mit Nadine